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Etikette-Expertin von Vorsicht Fettnäpfchen!

Ich denk an dich - Valentinstag

Montag, 08. Februar 2010 - 17:35 Uhr

Am 14. Februar ist Valentinstag. Doch beschenken sich wirklich nur Verliebte? Kann man auch Kollegen oder dem Chef eine kleine Freude machen? Müssen es immer Blumen und Pralinen sein oder geht es auch mal ganz modern per SMS? Was tun, wenn man die Liebe nicht erwidert? Und wie bedankt man sich richtig für das Geschenk?

Single-News

Valentinstag – Auch unter Kollegen ein Thema?

Sebastian und Christiane arbeiten schon viele Jahre zusammen. Und so ist Sebastian das Single-Dasein seiner Kollegin keineswegs entgangen. Doch als der Valentinstag vor der Tür steht, ist er unsicher. Sebastian denkt darüber nach, auch Christiane ein kleines Präsent zu überreichen. Allerdings möchte Sebastian ihr keine falschen Hoffnungen machen. Schließlich ist er seit Jahren fest liiert. Wie sollte er sich nun aber am besten verhalten?

Antwort:
Dann muss er den Valentinstag auch gegenüber der Kollegin ignorieren. Er kann seiner Freundin etwas schenken, aber sicher nicht der Kollegin. Dafür gibt es genügend andere Gelegenheiten im Jahr. Doch ein Geschenk zum Valentinstag wird immer so verstanden werden, dass es nicht kollegial, sondern eher amourös gemeint ist. Schließlich ist der Valentinstag der Tag der Verliebten.

Taxi-Trinkgeld – Wie viel gibt man?

Normalerweise ist kein Weg zu weit für Harald und sein Fahrrad. Doch angesichts der klirrenden Kälte verzichtet er heute auf den Drahtesel und legt den Weg in die Stadt bequem per Taxi zurück. Was für ein Komfort! Und als höflicher Mensch – da ist sich Harald ganz sicher – muss er dem netten Fahrer auch ein Trinkgeld geben. Doch stimmt das heutzutage immer noch und vor allem – wie viel gibt man?

Antwort:
Trinkgeld ist freiwillig, man kann es geben, man muss aber nicht. Bei Taxifahrten ist es in Deutschland üblich, den Betrag ein wenig aufzurunden. Wie viel das ist, hängt ganz von den Umständen ab: Musste der Taxifahrer vielleicht schweres Gepäck noch ein Stück tragen? War er besonders freundlich? Habe ich ihn an einem Taxiwartestand geordert und nur eine sehr kurze Strecke benötigt? Je mehr diese Dinge zutreffen, desto großzügiger sollte das Trinkgeld ausfallen.

Hut ab im Restaurant! Oder nicht?

Ruth und Werner Ziegler genießen es, sich in ihrem Lieblingsrestaurant so richtig verwöhnen zu lassen. Warum selber kochen, wenn einem der Genuss exotischer Delikatessen hier so leicht gemacht wird?! Doch kaum haben die Eheleute an ihrem Tisch Platz genommen, überkommen Frau Ziegler Zweifel: Eigentlich würde sie Ihren Hut gern aufbehalten, schließlich kennt sie das nicht anders. Aber ist es auch heutzutage noch richtig, dass Damen bei Tisch eine Kopfbedeckung tragen darf? Oder sollte sich Frau Ziegler lieber von ihrem Hut trennen?

Antwort:
Eine Dame kann ihren Hut im Restaurant aufbehalten. Das wird sie nicht tun, wenn es ein reiner Straßenhut ist, der sie gegen die Unbillen des Wetters schützen soll. Auch wenn sie einen riesigen Hut trägt, wie man ihn manchmal bei Pferderennen sieht, dann hat so ein Exemplar im Restaurant nichts zu suchen. Ein kleiner Hut jedoch, der passend zur Kleidung ausgewählt ist, der darf von einer Dame auch im Restaurant aufbehalten werden.

Widmungen in Büchern – Immer noch zeitgemäß?

Veronika liebt es, Freunden und Verwandten zu jeder sich bietenden Gelegenheit Geschenke zu machen. Und ein Buch ist genau das Richtige für ihren Neffen zum Geburtstag. Doch kaum ist die Glückwunschkarte geschrieben, wird Veronika unsicher: Eigentlich würde sie gern eine Widmung in ihr Präsent schreiben. Weil sie aber gehört hat, dass dies heute nicht mehr üblich ist, lässt sie das Buch ohne persönliche Worte. Aber stimmt es, dass Widmungen in Büchern heutzutage nicht mehr angebracht sind?

Antwort:
Nein, das stimmt so nicht. Sie sind einfach seltener geworden. Das liegt daran, dass viele Menschen nicht mehr die kleinen, netten Gesten des Alltags beherrschen und anwenden. Dennoch ist es immer noch schön, die meisten Menschen freuen sich auch, wenn sie nach Jahren wieder ein Buch in die Hand nehmen, sich dann nicht nur an den Anlass sondern auch an den Menschen erinnern, der es ihnen geschenkt hat. Autor: Nandine Meyden (Die Autorin ist selbständige Benimm- und Kommunikationstrainerin in Berlin.) Die Rechte für den Faxabruf liegen beim MDR. Jegliche Nutzung bzw. Vervielfältigung von Informationen oder Daten, insbesondere die Verwendung von Texten, Textteilen oder Bildmaterial bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung des MDR. VF 162
Knigge von Nandine Meyden
 
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