Etikette und mehr
Etikette-Expertin von Vorsicht Fettnäpfchen!

Schuhe im Knigge-TÜV

Montag, 22. Februar 2010 - 17:35 Uhr

Zeig mir deine Schuhe und ich sag dir, wer du bist. Wie hoch also darf er sein, der Absatz am Frauenschuh im Büro? Sind Stiefel im Berufsleben tabu? Sind Männer mit schwarzen Schuhen wirklich immer auf der sicheren Seite? Und sind so genannte Budapester Schuhe (die mit den Löchern) wirklich für den Abend geeignet?

Single-News

Slipper zum Anzug?

Ernst Rabe kennt als Geschäftsmann viele Modetricks und ist in punkto Kleidung immer auf dem aktuellen Stand. Für einen wichtigen Geschäftstermin mit anschließendem Dinner will er deshalb nichts falsch machen. Zum neuen Anzug braucht er deshalb auch ein Paar Schuhe. Nun hat Ernst gehört, dass Slipper zur Abendgarderobe tabu sind. Ausgerechnet seine Lieblingsschuhe. Aber stimmt diese Regel überhaupt?


Antwort:
Die Regel lautet: Ihre Schuhe und auch Strümpfe sollten farblich zur Garderobe passen. Darüber hinaus sollten sie der Helligkeit der Bekleidung angepasst werden, das heißt von oben nach unten sollte seine Garderobe dunkler werden. Zur Abendgarderobe gehört ein gepflegter klassischer Lederschuh. Durch Slipper wird die Wirkung eines teuren Anzugs leider zunichte gemacht. Zu einem feinen Stoff gehört grundsätzlich auch ein feiner Schuh.

Wo legt man das Besteck richtig ab?

Ruth und Werner Ziegler genießen es, sich in ihrem Lieblingsrestaurant so richtig verwöhnen zu lassen. Denn hier gelingt es dem Küchenchef jedes Mal, die beiden Feinschmecker mit seinen Kreationen zu begeistern. Doch als Frau Ziegler das Essen unterbrechen und einen Schluck vom köstlichen Wein trinken möchte, wird sie plötzlich unsicher: Wie werden Messer und Gabel richtig abgelegt? So, dass die Besteckteile sowohl den Teller als auch den Tisch berühren? Oder ist es vielleicht doch besser, Messer und Gabel ohne Kontakt zum Tisch in den Teller abzulegen?

Antwort:
Sobald das Essen begonnen hat, sollten die Besteckteile den Tisch nicht mehr berühren. Korrekt werden Sie während dem Essen oben am Tellerrand abgelegt, so dass Gabelspitze und Messerspitze nach innen zeigen. Dies hat den Vorteil, dass auch Soßenreste auf den Teller laufen und nicht den Griff des Bestecks verschmutzen.

Passt Silberschmuck zu Gold?

Henriette Preller hat eine glänzende Mission: Zu ihrem runden Geburtstag will sie sich selbst ein ganz besonderes Schmuckstück schenken. Doch wer die Wahl hat, hat die Qual – zu verlockend sind all die Ringe und Armbänder! Immerhin, nach langem Suchen wird Frau Preller endlich fündig: Dieser goldene Armreif ist wie für sie gemacht. Doch das Glück der Jubilarin hält nicht lange an: Denn eigentlich trägt sie sonst ausschließlich silbernen Schmuck. Und Gold und Silber, das ist feststehende Regel, sollte man nicht miteinander kombinieren. Oder?

Antwort:
Diese Regel gilt nach wie vor. Wenn Ihre Haut einen warmen Unterton aufweist, steht Ihnen ein goldenes Schmuckstück besonders gut. Gerade zur Frühlings- und Herbstpalette passt Gold bzw. Rotgold optimal. Sind Sie dagegen ein kalttoniger Sommer- oder Wintertyp, rate ich Ihnen zu Weißgold, Silber und Platin. Diese kühlen Metalle harmonieren mit Ihrer Farbpalette besser als das warme Gelbgold.

Berherzter Griff

Unverhofft kommt oft! Damit, seine ehemalige Auszubildende beim nachmittäglichen Spaziergang im Park wieder zu treffen, hätte Viktor Richter wirklich nicht gerechnet. Groß ist die Wiedersehensfreude, zumindest auf seiner Seite, schließlich hat Richter seit Jahren nichts von der ehemaligen Kollegin gehört. Um seiner Begeisterung Ausdruck zu verleihen, unterstreicht der Rentner seinen ohnehin herzlichen Handschlag mit einem Griff an den linken Oberarm seines Gegenübers. Für Richter eine absolut legitime Geste. Aber liegt er damit richtig?

Antwort:
Der Griff an den Oberarm gilt bei Körpersprache-Experten als Dominanz-Geste und vermittelt die Botschaft "Ich habe Dich mit beiden Händen im Griff". Im Alltag wird es von vielen Menschen jedoch als Zeichen der Herzlichkeit wahrgenommen. Entscheidend ist das Verhältnis. War Viktor Richter früher ein dominanter und autoritärer Chef wird die ehemalige Auszubildende den doppelten Griff nicht als angenehm empfinden. Autor: Rainer Wälde (Der Autor ist selbständiger Etikette-Trainer aus Limburg.) Die Rechte für den Faxabruf liegen beim MDR. Jegliche Nutzung bzw. Vervielfältigung von Informationen oder Daten, insbesondere die Verwendung von Texten, Textteilen oder Bildmaterial bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung des MDR
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Knigge von Nandine Meyden
 
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